Strande

Auf zu versteckten Schätzen...

Ein ruhiger, chilliger Tauchgang...

...erwartet dich in Strande. Der Tauchplatz ist unter Anfängern sehr beliebt und bietet viele tolle Dinge zum Entdecken. So kann es dich in einen gewaltigen Tunnel verschlagen, den du bis zum Ende hindurch betauchen kannst oder aber du entdeckst viele Gegenstände in bis zu ca. 11m Tiefe. Auch die Tierwelt hat in Strande viel zu bieten: von Röhrenwürmern über verschiedene Fische und Schnecken kann man vieles erleben.
Im Sommer spricht nichts dagegen, nach dem Tauchgang wunderbar am Strand zu chillen oder gleich am Hafen bei Eis und Fischbrötchen den Tag zu genießen!

Schwierigkeit

Strande ist ein Anfängertauchplatz.
Allerdings ist gerade in den Sommermonaten Vorsicht geboten! Zu dieser Zeit herrscht viel Schiffsverkehr, sodass man niemals ohne eine Boje tauchen sollte.
Außerdem kann die Sicht an manchen Tagen sehr schlecht werden, also achtet ein oder zwei Tage vorher auf den Wind, dann steht einem großartigen Tauchgang nichts im Wege!

Flora

Der Tauchgang beginnt mit einer kleinen Sandbank und kommt zunächst ganz ohne Vegetation aus, wird dann aber durch eine Seegraswiese weitergeführt. 
Je näher ihr zu der Mole taucht, auf umso mehr Wasserpflanzen trefft ihr. Ihr könnt Grünalgen, wie den flachen Darmtang, oder den zu den Braunalgen gehörenden Blasentang in der Bucht bestaunen. Auf den Steinen wächst roter Horntang, aber auch Faltentang.

Fauna

Gerade in Strande lebt viel Jungfisch, aber auch Aalmuttern und Seeskorpione. Mit sehr viel Glück kann man im Frühjahr sogar Seehasen finden.
Im Tunnel schlängeln sich Aale entlang und sehr viele Miesmuscheln wachsen überall. Auf dem Weg dorthin leben Klippenbarsche und Heringsschwärme sind zu manchen Zeiten keine Seltenheit. Wer an den Findlingen genau hinsieht, findet viele Schnecken, Seeanemonen und Röhrenwürmer.

Der Tauchplatz

Und wie sieht es mit dem Wind aus?

Kurs 1 - Die Kabeltrommel

Du wusstest nicht, dass neben der Kabeltrommel auch noch andere Gegenstände in Strande versteckt sind?
Beispielsweise ein Taucherdenkmal? ... Dann .. 

Peil den Dalben an - folge dem Seil und tauche  einfach mal Zick-Zack oder schau in die interaktive Karte, denn darin haben wir dir die Peilungen für die Gegenstände vermerkt.

Kurs 2 - Der Tunnel

Wolltest du schon einmal das Gefühl eines Höhlentauchers spüren? In Strande kein Problem!

Peil den Dalben an, halte dich dann südlich, bis auf rechter Hand eine Einbuchtung kommt. 
Es handelt sich um den Süsswasserdurchstich des Fuhlensees und den kannst du bis zum Ende betauchen.
Bitte achte auf die Luft! Und sei dir sicher, dass du genügend Licht mit dir führst - denn die Strecke ist nicht kurz!
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Gelbhaarqualle
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Seesterne
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Seescheiden
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Bewachsene Steine in Strande

Frühe Siedlungsspuren

Nicht direkt in der Stranderbucht, aber unweit des beliebten Tauchplatzes, wurden taucharchäologische Testgrabungen durchgeführt - Erfolgreich!
Rund 5.300 v. Chr. gestaltete sich die Uferlandschaft der Kieler Bucht noch völlig anders. Damals, im Endneolithikum, siedelten verschiedene Gemeinschaften an Orten, die sich heute im Wasser befinden.
Während jener Testgrabung konnten Funde aus dem akeramischen Abschnitt der Ertebøllekultur  ausgemacht werden. Die Jäger, Fischer und Sammler stellten Werkzeuge an der damaligen Lagune her. Diese bestanden aus Flint, Knochen, Geweih und Holz - wer weiß - vielleicht gibt es noch weitere Fundorte! 

Mehr: J. Goldhammer/S. Hartz, Der ertebøllezeitliche Siedlungsplatz von Strande LA 163, Kr. Rendsburg-Eckernförde, und die Littorina-Transgression – Submarine Prospektionsarbeiten und Sondagen. Siedlungs- und Küstenforschung an der südlichen Nordseeküste 38, 2015, 29-41.
Ertebölle
Irgendwann 4000 Jahre vor Christus (Beispiel)

Rund um den Hafen

Der Tauchplatz befindet sich gleich neben den Hafenanlagen in der Strander Bucht. Wirklich lange existiert der Hafen noch nicht. Erst 1939 wurde er eingeweiht und war ursprünglich für die Fischerei gedacht. Im Nachbarort Schilksee entstand zu jener Zeit eine Hafenanlage mit Torpedowerkstatt, erst danach wurde der Hafen für die Strander gebaut. 
Nach dem Krieg fanden sich wieder viele Fischer in Strande ein.
Ausgebaut wurde der Hafen schließlich ab ca. 1950, denn die Segelregatten der Kieler Woche wurden damals in die Strander Buch verlegt. 
Um die kontinuierliche Versandung zu stoppen, wurde ca. 1965 eine Sichelbuhne gebaut sowie die Ostmohle verstärkt. 
Durch die Olympischen Spiele 1972 kam es noch einmal zu einer Verlängerung. Außerdem starteten die legendären Butterfahrten von Strande aus!
Mammutus primigenius
Norddeutsche Tauchmeisterschaften in Strande /Taucher am Start zum Schallortungstauchen. (1963)

Strande heute

Die Gemeinde liegt nur 20km von der Kieler Innenstadt entfernt und grenzt gleich an Schilksee und den Olympiahafen an. 
Strande ist heute als touristisches Ziel, mit seinem schönen Yachthafen, sehr bekannt und natürlich als ein anfängerfreundlicher Tauchplatz!
Bauern - Slawen
Die Strander Bucht heute

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Hier gibt es eine Karte im A6 Format zum laminieren!
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