Der Plöner See

Mal auf etwas Tiefe kommen...!

Ab in die Tiefe!

Der Große Plöner See..

... ist der tiefste und gleichzeitig auch der größe der Seen in Schleswig-Holstein – mit insgesamt 28 km². Hier gibt es mehrere spannende Tauchplätze, die wir Euch empfehlen können. Bitte achtet darauf, dass Ihr nicht auf privaten Grundstücken taucht oder aber in Naturschutzgebieten!!!
Spannende Informationen zur Entstehung des Sees findet Ihr unten!

Schwierigkeit

Der See kann zu manchen Zeiten sehr schlechte Sichten aufweisen, sodass man die Hand vor Augen nicht sieht. Oft kommt es vor, dass die Sicht sich gerade um die Sprungschicht schlagartig verändert - außerdem wird unterhalb dieser schnell sehr kalt. 
Daneben müssen Taucher auf den Schiffsverkehr im Sommer achten - hier also bitte extra vorsichtig agieren.
Der Große Plöner See ist einer der Orte in Schleswig-Holstein, an denen man größere Tiefen erreichen kann. Das erhöht natürlich den Schwierigkeitsgrad - bitte achtet darauf, dass Ihr das korrekte Brevet vorweisen könnt und die Ausbildung habt, um dort tauchen zu können.

Flora

An vielen Stellen gibt es wunderschöne Bestände von Schilfröhricht, die allerdings an den allgemeinen Tauchplätzen weniger vorhanden sind. Ihr könnt an vielen Orten auf die dreifurchige Wasserlinse, das Tausendblatt oder durchwachsenes sowie Kamm-Laichkraut treffen. Außerdem gibt es lockere Bestände von Wasserhahnenfuß - umso tiefer - umso weniger Vegetation.

Fauna

Leider gibt es viele Neozoen, also gebietsfremde Tiere, im Plöner See. Daher findet Ihr die Quagga- und auch die Zebramuschel im See. Ebenso ist der invasive, räuberische Bachflohkrebs verbreitet. 
Im See sind kleine Maränen, Plötzen und Barsche, sowie Hechte, häufiger anzutreffen. Sehr selten sind Großmaräne, Ukelei, Zander und die Seeforelle geworden. Leider haben auch Rotfeder und Plötze abgenommen. 
Außerdem könnt ihr auf Aale treffen und es gibt wenige Einzelnachweise des Störs.

Der Tauchplatz

Die Winde...

... auf dem Plöner See können unerwartet hoch und stark werden. Immer auf die Vorhersage achten!

Kurs 1 - Fischerei

Der Große Plöner See bietet spannende und tiefe Tauchgänge. An der Fischerei könnt ihr parken. Im Sommer gibt es dort auch Sitzgelegenheiten. 
Ihr könnt direkt ins Wasser, das Ufer umrunden und dann auf 5 bis 10m der Tiefenlinie folgen. Am Besten bleibt ihr auf ca. 6-8m, denn der See fällt hier flach ab und die Umrundung wird in größerer Tiefe unübersichtlich und weit.

Achtung! Schiffsverkehr im Sommer! Hier gibt es tolle Lichtspiele am Hafen, aber auch einige Highlights wie die Fahrräder oder ein Tretboot. Von der Fischerei bis zum Tretboot ist es sehr weit! Auf die Luft achten!

Kurs 2 - Rosenstraße

An der Rosenstraße kann man leider nicht sehr gut parken und im Sommer muss man zwingend auf den Dampfer achten, der direkt zwischen Insel und Festland fährt!

Hier gibt es eine archäologische Ausgrabung zu betauchen und von dort einen kleinen Parkour mit einigen Sehenswürdigkeiten. Es geht recht tief runter - also sollte man zwingend auf die Luft achten. Wer an der Insel bleibt, der kann tolle Lichtspiele zwischen den Bäumen beobachten.

Es war einmal...

... zur letzten Eiszeit in Schleswig-Holstein. Zu jener Zeit, die Weichsel-Kaltzeit, entstand der Plöner See. Die Eiszeit datiert zwischen ca. 115.000 bis ca. 11.600 Jahren und bildet die Grundlage vieler heute existierender Landschaften.
Der Plöner See ist ein sogenanntes Zungenbecken. Das bedeutet, dass er durch eine eiszeitliche Gletscherzunge eingetieft und ein tiefes Becken gebildet wurde.
Es brauchte zwei ganze Gletscher um den See zu bilden, einen im östlichen Plöner See mit 58m und ein flacheres Becken, dem Ascheberger Becken. 
Die Landbrücke zum kleinen Plöner See bildete sich erst im späteren Verlauf als Endmoräne. Eine Endmoräne ist eine wallartige Aufschüttung von Gestein am Ende eines Gletschers oder von Inlandeis.
Mammutus primigenius
Vielleicht stapfte auch ein Mammut über den Gletscher (Weichsel-Kaltzeit)

Der Mensch kam...

... vor rund 10.000 bis 4.300 v.Chr. an das Ufer des Sees. Diese Zeit wird heute mittlere Steinzeit genannt und wurde in erster Linie von Jägern und Sammlern sowie Fischern geprägt. 
Die erste wirklich kontinuierliche Besiedlung fand erst während der jüngeren Steinzeit also nach 4.300 bis 2.300 v.Chr. statt. Zu jener Zeit besiedelten die ersten Bauern das mittlere Europa.
Besonders spannend ist deswegen ein Tauchgang an der Rosenstraße. Dort gibt es Spuren aus der Zeit der Slawen also aus der Zeit 8. bis ins 12. Jahrhundert n. Chr. Hier kann eine Unterwasserausgrabung betaucht werden!
Bauern - Slawen
Irgendwann 4000 Jahre vor Christus (Beispiel)

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Hier gibt es eine Karte im A6 Format zum laminieren!
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Bilder:  
Bauern: Pixabay.de - chrisbeez
Mammut: Pixabay.de 
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